Fassadengerüst mit Aufzug an einem Gebäude im Bestand.

Referenz · BauKG

SiGe-Plan nach § 7 BauKG: Umbau eines Lebensmittelmarkts in Kärnten

Elf Gefahren erkannt und Maßnahmen veranlasst.

Standort
Kärnten
Projekt
Umbau eines Lebensmittelmarkts
Leistung
Planungskoordination und Baustellenkoordination nach BauKG
Dokument
SiGe-Plan nach § 7 BauKG
Gefahren bewertet
11
Jahr
2025

Ausgangslage

Ein Umbau mit vielen Gewerken auf engem Raum

Umgebaut wurde ein bestehender Lebensmittelmarkt: Abbruch von Kühlmöbeln und Bodenplatten, neuer Epoxidboden, Austausch von Fenstern und Fassadenpaneelen, Arbeiten an Dach, Decken und Fassade.

Bei einem Umbau dieser Art arbeiten viele Gewerke in kurzer Zeit am selben Ort. Genau dafür verlangt das Bauarbeitenkoordinationsgesetz einen Plan — nicht als Formalie, sondern weil sich die Gefahren aus der Überlagerung von unterschiedlichen Arbeiten ergeben, nicht aufgrund der Gefährlichkeit einer einzelnen Tätigkeit.

Vorgehen

Vom Gefahrenkatalog zur Maßnahme

Der SiGe-Plan geht einen Katalog potentieller Gefahren durch und trifft die Entscheidung, ob und wo eine Gefahr für das konkrete Vorhaben auftreten kann.

Die so festgestellten potentiellen Gefahren werden anschließend den tatsächlichen Arbeitsschritten und -orten zugeordnet. Erst dadurch wird aus einer allgemeinen Liste ein Plan für diese Baustelle: „Absturz“ allein sagt nichts, „Absturz bei Arbeiten auf Gerüsten, Dach, Decken und Fassade“ sagt, wo die Sicherung hingehört.

Danach werden die Sicherheitsmaßnahmen definiert, die zur Vermeidung der Gefahren erforderlich sind. Das können konkrete Handlungsanweisungen sein, Anpassungen im Terminplan oder gemeinsame Schutzmaßnahmen wie etwa Absturzsicherungen — mit Zeitraum, Nutzerkreis und Verantwortlichem hinterlegt.

Das Muster

Die Gefahr steht neben der Tätigkeit, die sie erzeugt

Auffällig ist, wie eng die zutreffenden Gefahren an konkreten Arbeitsschritten hängen. Brandgefahr entsteht hier nicht allgemein, sondern beim Schneiden und Trennen. Arbeitsstoffe sind nicht „Chemikalien“, sondern Epoxidboden, Farben, Kleb- und Dichtstoffe. Herabfallende Gegenstände kommen vom Vordach und vom Dach.

Damit lässt sich der Plan auf der Baustelle benutzen: Wer weiß, welches Gewerk wann arbeitet, weiß auch, welche Gefahr in diesem Zeitfenster aktiv ist.

Nutzen

Ein Plan, der die Überschneidungen benennt

Der Nutzen eines SiGe-Plans entscheidet sich daran, ob er die Überlagerung von Arbeiten regelt. Dieser benennt die Bereiche, in denen sich Arbeiten örtlich oder zeitlich überschneiden, und legt je Bereich die Maßnahme fest.

Für den Bauherrn ist das der Teil, der im Anlassfall zählt: nicht die Liste der Gefahren, sondern die Festlegung, wer wann wo nicht gleichzeitig arbeitet.

Kontakt · Österreichweit

Koordination nach BauKG klären

Bei mehreren Gewerken auf einer Baustelle verlangt das BauKG Planungs- und Baustellenkoordination. Wir übernehmen beides und erstellen den SiGe-Plan.