Geöffnete Dachausstiegsluke mit Leiter ins Dachgeschoss.

Referenz · Objektsicherheit

Objektsicherheitsprüfung nach ÖNORM B1300: Großwohnhaus in Wien

180 Positionen beurteilt, 105 Einträge — aber 28 davon halten fest, dass eine Position nicht prüfbar war. Für die Garage lag kein Schlüssel vor.

Standort
Wien
Nutzung
Wohngebäude
Nutzfläche
rund 11.700 m²
Gebäude
5 Obergeschosse über 1 Untergeschoss
Gebäudeklasse
GK 5
Leistung
Objektsicherheitsprüfung nach ÖNORM B1300
Jahr
2026

Ausgangslage

Ein Wohnhaus mit rund 11.700 m²

Fünf Obergeschosse über einem Untergeschoss, rund 11.700 m² Nutzfläche, Gebäudeklasse 5, Gas dezentral, Warmwasser dezentral. Ein Innenhof erschließt Teile der Anlage.

Der Bericht führt für das Objekt einen Katalog wiederkehrender Prüfpflichten mit Intervall und Regelwerk. Bei einem Gebäude dieser Größe ist er kein Beiwerk, sondern die Struktur, an der die Prüfung entlanggeht.

Vorgehen

Neun Prüfbereiche, 180 Positionen

Begehung und Protokollierung 2026 entlang von neun Prüfbereichen. 180 Positionen wurden einzeln beurteilt und jeder Eintrag einer von vier Behebungsprioritäten zugeordnet.

105 Positionen trugen einen Eintrag. Ein Eintrag ist aber nicht zwangsläufig ein Mangel: 28-mal hält das Protokoll fest, dass sich eine Position nicht beurteilen ließ. Diese Zeilen werden mitgeführt statt weggelassen — sonst wäre nicht erkennbar, was offen ist.

Ergebnis

105 Einträge, 77 davon echte Feststellungen

180

Positionen beurteilt

77

Feststellungen

28

nicht prüfbar

0

Gefahr in Verzug

105 der 180 Positionen trugen einen Eintrag — 28 davon allerdings den Eintrag „nicht prüfbar“. Es bleiben 77 Feststellungen: keine mit Gefahr in Verzug, vier im Fenster von 2 bis 8 Wochen, der Rest über Monate planbar. Der größte echte Block ist mit 29 Feststellungen das Stiegenhaus.

  • Gefahr in VerzugUnmittelbare Einleitung der Behebung erforderlich, Sofortmaßnahmen erforderlich.
  • 2 bis 8 WochenSchaden oder Mangel mit Gefahr eines Folgeschadens oder Verletzungsgefahr.
  • 3 bis 9 MonateSchaden oder Mangel, dessen Behebung in diesem Zeitraum empfohlen wird.
  • HinweisBehebung optional.

Das Muster

Zwei Bereiche, die sich nicht beurteilen ließen

Der Abschnitt Garagen umfasst 15 Positionen, und alle 15 tragen einen Eintrag. Dreizehn davon lauten „nicht prüfbar“. Der Grund steht zwei Zeilen weiter unten im selben Abschnitt: kein Schlüssel vorhanden. Das Protokoll stuft diesen Punkt als einzigen Garagenpunkt in das Fenster von 2 bis 8 Wochen ein — er ist die Voraussetzung dafür, dass die übrigen zwölf überhaupt beurteilt werden können.

Am Dach dasselbe Bild: 15 der 18 Positionen tragen einen Eintrag, 14 davon „nicht prüfbar“, weil die Flächen ohne zusätzliche Ausrüstung nicht erreichbar waren. Zusammen stehen damit 27 der 28 nicht prüfbaren Positionen in genau zwei Bereichen — und beide lassen sich mit einer Schlüsselhinterlegung und einer gesicherten Dachbegehung auflösen.

Im Detail

Ausgewählte Feststellungen

PrüfbereichFeststellungMaßnahmePriorität
Garagen · Sonstigekein Schlüssel vorhandenHinterlegung eines Schlüssels2 bis 8 Wochen
Garagen · Beleuchtung bis Garagentorenicht prüfbar, 13 PositionenBeurteilung nach ZutrittHinweis
Garagen · Brandschutz-HinweiseHinweis „Motor laufen lassen“ fehltErgänzung der BeschilderungHinweis
Dach · Dachhaut bis PV-Anlagennicht prüfbar, 14 PositionenBeurteilung mit geeigneter AusrüstungHinweis
Haustechnik · Technikräumekein Schlüssel vorhandenHinterlegung eines Schlüssels2 bis 8 Wochen
Keller · BeleuchtungAbdeckung fehlt, Zugang KellerLeuchtenabdeckung ergänzen, Leuchte tauschen2 bis 8 Wochen
Haustechnik · AbsperreinrichtungenAbsperren fehltInstandsetzung2 bis 8 Wochen
Außenanlagen · Beleuchtungkeine Beleuchtung vorhanden, InnenhofHerstellung einer Beleuchtung3 bis 9 Monate

Auszug aus dem Protokoll. Die Maßnahmen sind, wie die Mängelliste ausdrücklich festhält, eine Empfehlung — auch andere Wege können zur Behebung führen.

Nutzen

Zuerst Zugang schaffen, dann abarbeiten

Vier Punkte tragen eine Frist von 2 bis 8 Wochen und gehören an den Anfang; drei davon betreffen den Zugang — ein fehlender Schlüssel, eine fehlende Leuchtenabdeckung am Kellerzugang, eine fehlende Absperrung. Der Schlüssel ist dabei der wirksamste: Mit ihm werden zwölf heute offene Positionen beurteilbar.

Der Rest ist nach Prüfbereichen sortiert und damit vergebbar. Für Garage und Dach gilt aber zuerst: Zugang herstellen, dann prüfen. Eine Nachbegehung dieser beiden Bereiche ersetzt 27 offene Zeilen durch ein Ergebnis.

Kontakt · Österreichweit

Prüfpflichten für Ihr Objekt klären

Große Wohnanlagen erzeugen viele Einzelpunkte. Entscheidend ist, dass sie sortiert und verortet sind. Wir sagen Ihnen, welche Prüfpflichten für Ihr Objekt gelten.