
Referenz · Objektsicherheit
Objektsicherheitsprüfung nach ÖNORM B1300: Wohnanlage in Klagenfurt
Drei Bauteile, drei Gebäudeklassen, ein Bericht. 163 Positionen beurteilt, 47 Feststellungen, zwei davon mit Frist von 2 bis 8 Wochen.
- Standort
- Klagenfurt
- Nutzung
- Wohnanlage
- Nutzfläche
- 6.898 m²
- Gebäude
- Drei Bauteile mit 5, 4 und 3 Obergeschossen über 1 Untergeschoss
- Tiefgarage
- rund 4.000 m², 132 Stellplätze
- Gebäudeklasse
- GK 3 bis GK 5
- Leistung
- Objektsicherheitsprüfung nach ÖNORM B1300
- Jahr
- 2026
Eine Anlage, drei unterschiedlich hohe Bauteile
6.898 m² Nutzfläche, verteilt auf drei Bauteile mit fünf, vier und drei Obergeschossen über einem gemeinsamen Untergeschoss. Beheizt mit Fernwärme, Warmwasser dezentral. Darunter eine Tiefgarage von rund 4.000 m² mit 132 Stellplätzen, dazu elf Stellplätze im Freien.
Die Kenndaten weisen das Objekt nicht mit einer, sondern mit einer Spanne von Gebäudeklassen aus: GK 3 bis GK 5. Unterschiedlich hohe Bauteile tragen unterschiedliche Anforderungen — auf einer Liegenschaft, in einem Protokoll.
Neun Prüfbereiche, 163 Positionen
Begehung und Protokollierung 2026 entlang von neun Prüfbereichen: Außenanlagen, Fassade, Dach, Stiegenhaus, Aufzug, Keller und Allgemeinbereiche, Garagen, Haustechnik sowie Wartung und Revision. 163 Positionen wurden einzeln beurteilt und jeder Eintrag einer von vier Behebungsprioritäten zugeordnet.
Gleichartige Feststellungen wurden nicht zu Sammelpositionen verdichtet: Wo ein Mangel mehrere Bauteile betrifft, nennt die Mängelliste die betroffenen Bauteile einzeln.
Der Bericht hält außerdem fest, was ohne Zugang nicht beurteilbar war — die Brandschutzqualifikation der Wohnungstüren, die sich nur an der Türkennzeichnung im geöffneten Zustand ablesen lässt, und die Höhe der Balkongeländer.
47 Feststellungen, Schwerpunkt auf Dach und Nachweisen
163
Positionen beurteilt
47
Feststellungen
2
Frist 2 bis 8 Wochen
0
Gefahr in Verzug
47 der 163 Positionen trugen einen Eintrag: keine mit Gefahr in Verzug, zwei im Fenster von 2 bis 8 Wochen, neun mit einer Frist von 3 bis 9 Monaten, 36 als Hinweis. Die Verteilung ist deutlich: 13 der 18 Dachpositionen und 17 der 26 Positionen in Wartung und Revision trugen einen Befund — Fassade und Aufzug dagegen keinen einzigen.
- Gefahr in VerzugUnmittelbare Einleitung der Behebung erforderlich, Sofortmaßnahmen erforderlich.
- 2 bis 8 WochenSchaden oder Mangel mit Gefahr eines Folgeschadens oder Verletzungsgefahr.
- 3 bis 9 MonateSchaden oder Mangel, dessen Behebung in diesem Zeitraum empfohlen wird.
- HinweisBehebung optional.
Zwei Punkte mit kurzer Frist, beide beim Zugang
Die beiden einzigen Feststellungen mit einer Frist von 2 bis 8 Wochen betreffen nicht die Substanz, sondern die Erreichbarkeit: Am Dachausstieg fehlt die Leiter, und an einer Elektroverteilung im Fernwärmeraum fehlt oder bricht die Abdeckung.
Beides sind kleine Arbeiten. Beides sind Punkte, an denen im Ernstfall Zeit verloren geht — beim Dachausstieg für die Einsatzkräfte, an der Verteilung für jeden, der dort hantiert.
Ausgewählte Feststellungen
| Prüfbereich | Feststellung | Maßnahme | Priorität |
|---|---|---|---|
| Dach · Dachausstieg | keine Leiter vorhanden | Hinterlegung einer Leiter im Bereich des Ausstiegs | 2 bis 8 Wochen |
| Haustechnik · Elektrotechnik | Abdeckung fehlt oder gebrochen | Instandsetzung | 2 bis 8 Wochen |
| Außenanlagen · Spielgeräte | Fallschutzmatten fehlen | Verlegung von Fallschutzmatten | 3 bis 9 Monate |
| Stiegenhaus · Feuerlöscher | Feuerlöscher verstellt | Nutzer sind auf die Freihaltung hinzuweisen | 3 bis 9 Monate |
| Stiegenhaus · Brandlast und Lagerungen | Lagerungen in mehreren Bauteilen | Nutzer sind auf die Einhaltung hinzuweisen | 3 bis 9 Monate |
| Keller und Allgemeinbereiche | Wasserschäden | Überprüfung und Instandsetzung | 3 bis 9 Monate |
| Wartung und Revision | 17 Positionen ohne Attest, Revisionsbericht oder Wartungsdokumentation | Überprüfung, ob die Dokumente vorliegen | Hinweis |
Auszug aus dem Protokoll. Die Maßnahmen sind, wie die Mängelliste ausdrücklich festhält, eine Empfehlung — auch andere Wege können zur Behebung führen.
Eine Liste, die sich nach Bauteilen aufteilen lässt
Die Lagerungen in den Stiegenhäusern betreffen mehrere Häuser und lassen sich mit einem Rundschreiben erledigen, die Dach- und Technikpunkte gehen an je eine Firma.
Daneben steht die Nachweislage: 17 Positionen, zu denen zum Prüftermin keine Dokumentation vorlag. Das ist der Teil, mit dem eine Hausverwaltung meist am schnellsten weiterkommt.
Prüfpflichten für Ihr Objekt klären
Wohnanlagen mit mehreren Bauteilen tragen oft mehr als eine Gebäudeklasse — und damit mehr als einen Anforderungskatalog. Wir sagen Ihnen, welche für Ihr Objekt gelten.